FACHSCHAFT GESCHICHTE

 

,,Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern."

                                                                                                                                                 (André Malraux)

Geschichte wird ab der 6. Jahrgangsstufe 2-stündig unterrichtet. In Klasse 10 wird das Fach mit Sozialkunde kombiniert. In der Qualifikationsstufe wird Geschichte ebenfalls mit Sozialkunde kombiniert und bis zum Abitur von allen Schülern belegt.

Die Schüler erkennen durch den Unterricht im Fach Geschichte Entwicklungen, Ereignisse und Persönlichkeiten, welche die Vergangenheit geprägt haben und damit auch das Leben in der Gegenwart beeinflussen. (vgl. Lehrplan G, ISB) Sie erhalten einen Einblick in das Denken und Handeln der Menschen in früheren Zeiten, angefangen vom Leben in der Steinzeit bis hin zu den aktuellen Entwicklungen in Nahost. Ihnen wird bewusst, wie historisches Wissen entsteht, und sie entdecken das Faszinierende an der Beschäftigung mit der Dimension „Zeit“.

 

Wozu sich mit Vergangenem beschäftigen?

Die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit, die Fähigkeit sich mit dem zeitlich und räumlich Fernen auseinanderzusetzen und ihm mit Offenheit zu begegnen, gehört zu den Basisfertigkeiten eines Abiturienten. Gleichzeitig erleichtert die Beschäftigung mit der Geschichte die Orientierung der Schüler in der Gegenwart. Es geht um das vertiefte Verständnis von gesellschaftlichen Prozessen, die auch ihre eigene Lebenswelt prägen. Um die Zukunft mitzugestalten, bedarf es der Erkenntnis, dass die Gegenwart historisch bedingt ist. (Vgl. Zitat Malraux) In Verknüpfung mit dem Fach Sozialkunde geht es auch um politische Bildung und die Erziehung der Schüler zu demokratischem Denken.

 

Wie lernen unsere Schüler die faszinierende Vergangenheit kennen?

Historische Inhalte werden am RMG auf moderne Art und Weise gelehrt. Wir nutzen die Vielfalt unserer digitalen Schulmedien, um den Schülern einen anschaulichen Zugang zur Geschichte zu geben. Wir beteiligen uns an Projekten mit anderen europäischen Schulen, um unseren Schülern Weitblicke und Tiefblicke zu verschaffen. Wir machen Exkursionen zu Gedenkstätten, Museen, historischen Sehenswürdigkeiten, um Geschichte begreifbar zu machen. Wir laden uns Gäste ein, die uns Geschichte (z.B. Zeitzeugen) erzählen oder aus einem ungewöhnlichen Blickwinkel (z.B. Theater) präsentieren. Wir unternehmen Fahrten zu den politischen Zentren Europas, wie Straßburg, Brüssel oder Berlin, nach Dachau oder zu anderen europäischen Partnerschulen, um historisches Lernen vor Ort zu ermöglichen. Wir sind Partner der großen europäischen Bildungsplattform e-twinning, wo wir an Online-Projekten teilnehmen und den Schülern kreatives Arbeiten mit der Geschichte ermöglichen.

> s. auch Erasmus+-Projekt ,,Local traces of Jewish life in Europe"

 

Was lernen unsere Schüler in Geschichte?

Wir streifen als Jäger und Sammler durch die Steinzeit. Wir bauen Pyramiden. Wir siegen bei antiken Wagenrennen zu Ehren Zeus und staunen über den Mythos des Trojanischen Krieges. Wir halten schwungvolle Reden gegen die Tyrannis und sind dabei auf Alexanders Feldzug gen Osten. Wir streifen durch Rom und ziehen mit Hannibal über die Alpen, wir erleben Cäsar und Cicero und Augustus, bauen den Limes und sehen die Auflösung des Römischen Weltreiches und den Beginn des Mittelalters. Wir sind Ritter und Burgfräulein und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation. Wir entdecken Amerika und leiden unter den Pestwellen, wir können die Hexenverfolgungen verstehen lernen und beschäftigen uns mit den Ursachen für Leid und Krieg in Europa. Wir beobachten die Glaubenskämpfe und in Folge europäische Kriege von 30 oder mehr Jahren Dauer und sind zu Gast auf absolutistischen Königshöfen. Wir erleben aber auch das zum Teil blutige Ende der Monarchien in Europa. Wir folgen Napoleon und gehen anschließend auf alle revolutionären Barrikaden, die in Europa in den letzten Jahrhunderten errichtet wurden. Wir versuchen das schwierige 20. Jahrhundert zu verstehen, die Kriege, die Hoffnung, wir schaffen es, die Zeiten von Hass und Terror in Deutschland und Europa dem Toleranzgedanken gegenüberzustellen. Und wir erleben den Bau des Hauses Europa sowie ein friedlich geeintes Deutschland.