NACHHALTIGKEIT

"Sustainability is the key to human survival" (Christopher Weeramantry)

Was heißt Nachhaltigkeit?

Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die gewährt, dass künftige Generationen nicht schlechter gestellt sind, ihre Bedürfnisse zu befriedigen als gegenwärtig Lebende.“ (Brundtland-Bericht der Vereinten Nationen)

Nachhaltigkeit wird laut dieser Definition als eine Art Entwicklung beschrieben, die sowohl auf die Gegenwart als auch die Zukunft ausgerichtet ist. Es geht also darum, mit Weitblick zu denken und zu handeln.

Nachhaltigkeit wird in drei Sparten unterteilt: die ökologische, ökonomische und in die soziale Nachhaltigkeit. Ziel der ökologischen Nachhaltigkeit ist es, die Umwelt und Ressourcen zu schonen und einen bewussteren Umgang mit diesen zu fördern, um vor allem die Biodiversität aufrecht zu erhalten. Ein wichtiges Prinzip ist es, nur so viele nicht-nachwachsende Rohstoffe der Erde zu entnehmen, wie durch erneuerbare Rohstoffe ersetzt werden können. Auch Emissionen sollen so gering wie möglich gehalten werden. Bei der ökologischen Nachhaltigkeit steht aber auch die menschliche Gesundheit im Fokus, weswegen gesundheitsschädliche Stoffe wie PEG vermieden werden sollen.                                                                                                                       

Die ökonomische Nachhaltigkeit fordert faires Wirtschaften. Dabei soll genug Gewinn erzielt werden, dass Unternehmen beispielsweise in Fortbildungen, ihre eigene Entwicklung, Umweltschutz-Projekte, aber auch in die Lebensqualität ihrer Mitarbeiter investieren können. Die gegenwärtige Profitmaximierung soll hingegen nicht im Fokus stehen. Stattdessen sollen langfristige Ziele gesetzt werden.                                                                       

Bei der sozialen Nachhaltigkeit steht der Mensch im Mittelpunkt. Die Würde des Menschen und die freie Entfaltung der Persönlichkeit darf keinem Menschen aberkannt werden. In diesem Sinne steht soziale Nachhaltigkeit gegen Ausbeutung sowie Zwangs- und Kinderarbeit. Sie fördert Chancengleichheit, faire Arbeitnehmerverhältnisse, Möglichkeiten zur Aus- und Fortbildungen, aber besonders die freie persönliche Entfaltung.

 

Nachhaltigkeit am RMG: modern – sozial – innovativ – global

Das Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt hat als eine von zwölf Schulen am bundesweiten Pilotprojekt „Nachhaltigkeitsberichte für Schu­len“ teilgenommen und Ende November den Bericht „Nachhaltigkeit am RMG – modern, sozial, innovativ, global“ vorgelegt. Das Besondere dabei war, dass der Bericht von Schülern eines P-Seminars unter Leitung von StR Marco Hartmann geschrieben wurde. Sehr engagierte Unterstützung erhielt die Gruppe von Dr. Martin Hellwig vom Institut für Nachhaltigkeitsbildung (IfN)

Durch die Analyse des Schulgebäudes sowie durch Gespräche mit dem Schulzweckverband, der Schulleitung, den Architekten des Umbaus und anderen Akteuren der Schulfamilie, aber auch durch eine detaillierte Erfassung des Schullebens konnten die Schüler den Nachhaltigkeitsgedanken in den Bereichen Ökonomie, Ökologie und Sozialleben herausarbeiten. Die Erkenntnisse der Untersuchungen wurden zusammengefasst und systematisiert. Das Ergebnis war ein detaillierter Bericht, der aufzeigt, wie nachhaltig das RMG Haßfurt ist.

Nach Abschluss der Untersuchung lobt Dr. Martin Hellwig die nachhaltigen Strukturen an der Schule: „Das RMG arbeitet in vielerlei Hinsicht im Sinne der Nachhaltigkeit. Die nachhaltige Sanierung der Schule, das soziale Engagement, das interkulturelle Lernen im Rahmen von Fahrten und Partnerschaften, nachhaltigkeitsbezogene Projektseminare wie der Schulgartenbau sind hier exemplarisch zu nennen. In diesen Bereichen ist am RMG Haßfurt im Vergleich eine sehr gut Entwicklung erkennbar.“ Gerade die Vielfalt der verschiedenen Projekte, Wahlfächer, Seminare oder Fahrten war beeindruckend. Als Beispiele seien hier die Schülerfirma „S-Crew“, die Schülerlotsen, die Tutoren, die Streitschlichter, die Schulsanitäter, die Projektgruppen "Robotik" und "Jugend forscht" genannt. Aufgrund der Ausrichtung weist deshalb das IfN dem RMG Haßfurt die Begriffe „modern, sozial, innovativ, global“ zu.

Weiterhin besteht am RMG das Ziel, weitere Projekte einzubinden und noch mehr schulische Mitstreiter für den Prozess der Nachhaltigkeitsentwicklung zu gewinnen. „Die innovative, offene und freundliche Atmosphäre an der Schule erleichtert diese Prozesse ungemein, da u.a. der respektvolle Umgang mit der Perspektivenvielfalt einer nachhaltigen Entwicklung gefördert werden soll“, so Hellwig weiter.

So sind auch zukünftig Projekte geplant, die den Nachhaltigkeitsgedanken weiter aufgreifen. Gerade im Bereich der Ökologie sind Schülergruppen sehr engagiert, wichtige Entwicklungen wie Wasserspender, Mülltrennung oder eine effizientere Nutzung der Energie voranzutreiben.

 

Projektwoche eröffnet Projektjahr

Um die Schüler für das Thema Nachhaltigkeit zu sensibilisieren, sollen in diesem Schuljahr vermehrt Projekte durchgeführt werden. Startschuss ist die Projektwoche vom 14.-18.10.2019, in der über das Themengebiet informiert wird und die Wünsche und Anliegen der Schüler abgefragt werden.